Kartoffelgratin – einfaches, klassisches Rezept ohne Vorkochen

Video Platzhalter

Selbst gemachtes Kartoffelgratin ist immer wieder köstlich. Unser einfaches Rezept aus dünn geschichteten Kartoffeln, Sahne und Gewürzen gelingt ohne Vorkochen und wird zur cremigen Beilage für Alltag und festliche Anlässe. Das klassische Gratin dauphinois, die französische Urform des Kartoffelgratins, kommt übrigens ohne Käse aus – weiter unten zeigen wir dir, wie du es mit passenden Käsesorten trotzdem verfeinern kannst.

  • Zubereitungszeit:
    45 Min.
  • Wartezeit:
    20 Min.
  • Niveau:
    einfach
Vegetarisch

Zutaten

Personen

1 TL Butter für die Form

800 g vorwiegend festkochende Kartoffeln

200 g Schlagsahne

Salz

Pfeffer

frisch geriebene Muskatnuss

Zubereitung

1

Gratin- oder Auflaufform (ca. 24 ø oder 26x20 cm) mit Butter einfetten. Kartoffeln schälen, in 2-3 mm dünne Scheiben schneiden oder hobeln. Kartoffelscheiben fächerförmig in die Form schichten.

Kartoffelgratin: Kartoffelscheiben schichten
Für klassisches Kartoffelgratin werden rohe Kartoffeln in dünne Scheiben geschnitten und in eine Auflaufform geschichtet. Foto: House of Food / Bauer Food Experts KG
2

Sahne, Salz, Pfeffer sowie Muskat mit einem Schneebesen verquirlen. Kartoffelscheiben mit der Sahne übergießen und im vorgeheizten Ofen bei 200 °C (Ober-/Unterhitze) ca. 45 Minuten goldgelb backen. Damit es nicht zu dunkel wird, ggf. mit Alufolie oder Backpapier abdecken. Kartoffelgratin aus dem Ofen nehmen, kurz ruhen lassen und servieren.

Kartoffelgratin: Kartoffelscheiben mit Sahne übergießen
Mit Sahne übergossen werden die rohen Kartoffeln im Ofen zu cremigem Kartoffelgratin. Foto: House of Food / Bauer Food Experts KG

Nährwerte

Pro Person

  • 318 kcal
  • 5 g Eiweiß
  • 18 g Fett
  • 33 g Kohlenhydrate

Kartoffelgratin lecker würzen

Mit Schinkenwürfeln oder frischen Kräutern kannst du Kartoffelgratins variieren. Besonders köstlich ist die Zugabe von frisch gehacktem Rosmarin und ein wenig Knoblauch. Für eine ganz leichte Knoblauchnote eine Zehe halbieren und die Auflaufform damit ausreiben. Auch lecker: Vor dem Backen noch ein paar Butterflöckchen auf dem Gratin verteilen. Köstlich!

Das brauchst du: Gemüsehobel und Backform

Wir empfehlen einen Gemüsehobel, um die Kartoffeln gleichmäßig und schnell in dünne Scheiben zu schneiden. Zudem eine Auflaufform, in der dein Gratin schön gleichmäßig gart.

Tipps, damit dein Kartoffelgratin gelingt
  • Kartoffeln gleichmäßig und dünn schneiden: Damit die Kartoffelscheiben gleichmäßig garen, sollten sie möglichst dünn und gleichmäßig geschnitten sein – ideal sind etwa 2–3 mm. Ein Gemüsehobel leistet hier gute Dienste.

  • Sauce gut würzen: Die Kartoffeln selbst sind eher mild – daher darf die Sauce ruhig kräftig abgeschmeckt sein. Salz, Pfeffer, Muskat und je nach Geschmack auch Knoblauch oder Kräuter wie Thymian machen den Unterschied.

  • Form mit Butter einfetten: Bevor du die Kartoffeln einschichtest, die Auflaufform gründlich mit Butter einfetten. Das verhindert nicht nur das Ankleben, sondern sorgt auch für feine Röstaromen am Rand.

  • Etwas ziehen lassen: Nach dem Backen das Gratin am besten noch 5–10 Minuten ruhen lassen. So kann sich die Sauce setzen, und die Portionen lassen sich besser schneiden.

Was esse ich zu Kartoffelgratin?

Klassisches Kartoffelgratin schmeckt toll als Beilage zu herzhaften Fleisch- und Fischgerichten, aber auch zu Gemüse und vegetarischen Speisen. Besonders als Weihnachtsbeilage wird Kartoffelgratin beispielsweise gerne zu Gänsebraten, Rinderfilet, Lachs oder vegetarischem Walnussbraten gereicht.

Mit etwas Hackfleisch oder gewürfeltem Speck wird daraus ganz fix ein herzhafter Kartoffelauflauf als Hauptgericht. Noch ein knackiger grüner Salat mit Vinaigrette oder etwas gedünstetes Gemüse dazu – und schon steht ein richtig gutes Essen auf dem Tisch.

Häufig gestellte Fragen zu Kartoffelgratin:

Für Kartoffelgratin eignen sich überwiegend festkochende Kartoffelsorten wie Laura oder Gala. Sie werden im Ofen weich, ohne zu zerfallen, und ergeben eine perfekt cremige Konsistenz mit leichtem Biss.

Die Kartoffeln für dein Kartoffelgratin musst du nicht unbedingt vorkochen, wenn du sie dünn schneidest. Die feinen Scheiben garen während des Backens wunderbar durch und nehmen die cremige Sauce gut auf. Möchtest du jedoch die Backzeit verkürzen, kannst du sie vorher leicht ankochen. Achtung: Damit sie nicht zu weich werden, reichen etwa 3-4 Minuten in kochendem Wasser vollkommen aus.

Für die klassische Variante wird kein Käse verwendet, aber Gruyère, Comté, Emmentaler oder Parmesan passen sehr gut. Etwa 100 g geriebener Käse über das Gratin streuen und mitbacken.

Ja. Statt Sahne funktionieren Milch plus etwas Frischkäse im Verhältnis 2:1 für eine cremige Konsistenz. Pflanzlich gelingt es mit Hafer- oder Sojasahne genauso gut!

Kartoffelgratin lässt sich sehr gut 1-2 Tage vor dem Backen vorbereiten. Du kannst es wie beschrieben zubereiten, mit Frischhaltefolie abdecken und bis zum Backen in den Kühlschrank stellen. Wichtig dabei ist, dass die Kartoffeln komplett mit Sahne bedeckt sind, damit sie nicht oxidieren. Um Zeit zu sparen kannst du das Kartoffelgratin auch ohne Probleme vorbacken und am nächsten Tag zum Servieren im Ofen bei 180 °C 10-15 Minuten erwärmen. Falls du Käse verwendest, solltest du diesen erst kurz vor dem Backen bzw. Erwärmen darüberstreuen.

Fertig gebackenes Kartoffelgratin lässt sich ohne Probleme für ca. 2 Monate einfrieren. Dafür das Gratin auskühlen lassen und portionsweise in verschließbare Frischhaltedosen oder Gefrierbeutel umfüllen. Beachte nur, dass sich der Geschmack durch die in den Kartoffeln enthaltene Stärke verändern kann. Zum Auftauen Kartoffelgratin am besten über Nacht in den Kühlschrank stellen, nach Belieben mit Käse bestreuen und bei 180 °C 15-20 Minuten aufbacken.

Luftdicht verpackt hält sich frisch gemachtes Kartoffelgratin 2-3 Tage lang im Kühlschrank.