Von Milchschaum bis Crema

Guter Kaffee für wenig Geld: Ich teste die De'Longhi Magnifica S

Verarbeitung, Funktion, Bedienung – so gut ist der beliebte Bestseller wirklich! Meine Erfahrungen mit dem Preis-Leistungs-Kaffeevollautomaten von De'Longhi.

De'Longhi Magnifica S Version ECAM 11.112.B im Test
Espresso, Cappuccino oder auch Latte Macchiato. Mit der De'Longhi Magnifica S kommt jeder Kaffee-Fan auf seine Kosten. Foto: LECKER.de/ Franziska Hoppe
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Die De'Longhi Magnifica S (ich teste das schwarze Modell ECAM 11.112.B) verspricht frisch gemahlenen Kaffee auf Knopfdruck, eine einfache Bedienung, ein kompaktes Design sowie individuelle Milchkreationen zu einem günstigen Preis – ideal für Einsteiger. Wir haben den Vollautomaten ausgiebig getestet und verraten, wo seine Stärken und Schwächen liegen.

Mein Testgerät
De'Longhi Magnifica S ECAM11.112.B, Kaffeevollautomat mit Milchaufschäumdüse
De'Longhi Magnifica S ECAM11.112.B, Kaffeevollautomat mit Milchaufschäumdüse
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Unsere Bewertung:
4,2 /5

Menge, Mahlgrad, Temperatur – die De'Longhi Magnifica S feinjustieren

Jeder Kaffeeliebhaber hat seine Vorlieben – mal soll der Espresso besonders intensiv sein, mal braucht es einen extra großen und heißen Wachmacher. Die De'Longhi Magnifica S bietet eine solide Anzahl an Möglichkeiten, deinen Kaffee genau nach deinem Geschmack anzupassen:

  • Die Kaffeestärke reguliere ich über den Drehknopf – mit etwa 26 Abstufungen habe ich eine große Auswahl, die fast schon zu viel des Guten ist. Die Einstellung ist dank des großen Rads aber schnell und unkompliziert. Je höher die Stufe, desto mehr Pulver wird gemahlen, und umso intensiver sind Espressi und Co.

  • Den Mahlgrad: justiere ich über den Drehregler im Bohnenfach. Die Magnifica S bietet insgesamt 13 verschiedene Mahlgrade. Die besten Ergebnisse habe ich auf den Stufen drei bis vier erzielt.

Wichtig: Die Mahlgradeinstellung sollte nur während des Mahlens verändert werden.

De'Longhi Magnifica S im Test mit dem Rad im Bohnenfach kann ich den Mahlgrad verändern
Könnte etwas größer sein – der Pfeil zur Anzeige des Mahlgrads. Foto: LECKER.de/ Franziska Hoppe
  • Bei der Temperatur habe ich die Wahl zwischen vier Temperaturstufen. Konkrete Temperaturangaben bietet mir die Magnifica dabei nicht, und eine höhere Stufe macht sich eher bei Getränken mit viel Wasser bemerkbar – da heißt es: ausprobieren!

Trinkst du lieber Espresso und Kaffeekreationen mit Milch, empfehle ich dir die Temperaturstufen drei bis vier. Für den idealen Espresso Lungo reicht die Stufe zwei.

  • Um die Wassermenge pro Tasse: anzupassen, halte ich die entsprechende Getränke-Taste etwa drei Sekunden gedrückt. Der Vollautomat brüht jetzt das Getränk so lange, bis ich die Taste erneut drücke. Genau diese Menge wird gespeichert und beim nächsten Mal wieder ausgegeben – unkompliziert. Mehrere Profile für unterschiedliche Vorlieben sind aber nicht möglich.

Mein Tipp

Die Getränkemenge nicht zu hoch einstellen, sonst droht eine Überextraktion (zu viel Wasser auf zu wenig Pulver) und ein bitter schmeckender Kaffee. Für mehr Wachmacher lieber die doppelten Tassen aktivieren.

Milchschaumdüse: praktisch, aber mit Lernkurve

Die Magnifica S besitzt kein integriertes Milchsystem, sondern eine klassische Milchschaumdüse. Das macht die Magnifica nicht nur günstiger, sondern hat auch einige Vorteile:

  • Eine Milchdüse ist deutlich leichter und schneller zu reinigen als ein Milchsystem.

  • Dank der schwenkbaren Düse passen auch hohe Latte Macchiato-Gläser problemlos darunter.

  • Die Düse nimmt kaum Platz ein, sodass ich zwei breite Cappuccino-Tassen nebeneinander auf dem Tropfgitter abstellen kann, während ich die Milch aufschäume.

  • Ich bekomme mehr Kontrolle über Milchtemperatur, Milchmenge, die Milchschaumkonsistenz, die Aufschäumdauer und habe die Wahl, ob ich meine Milch direkt im Glas oder in einem Milchkännchen aufschäume.

De'Longhi Magnifica S im Test mit der Milchschaumdüse bereite ich einen sehr guten Cappuccino zu
Ich mag ich meinen Cappuccino mit einer Schaumhaube. Latte Art ist mit der De'Longhi Magnifica S aber auch möglich. Foto: LECKER.de/ Franziska Hoppe

Dennoch erfordert sie etwas Übung und bedeutet mehr Aufwand als ein vollautomatisches Milchsystem. Zudem lässt sich die Aufschäumdüse nur seitlich, aber nicht nach oben schwenken. Dadurch fällt es mir etwas schwer, im Milchkännchen den richtigen Winkel für extra feinporigen Milchschaum zu treffen.

Während meiner Tests erhalte ich stets eine ordentliche Schaumqualität. Insgesamt zeigen sich im Schaum nur wenige größere Luftblasen, dafür ist er weniger cremig und eher fest. Er hält sich auf dem Löffel und tropft nur schwerfällig herab. 

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DeLonghi Magnifica S im Test ich vergleiche den Milchschaum, den ich mit Kuhmilch und Hafer-Barista-Drink zubereite
Meine Milchschaum-Ergebnisse mit Kuhmilch (3,5 % Fett) links und Barista-Haferdrink rechts. Foto: LECKER.de/ Franziska Hoppe
DeLonghi Magnifica S im Test Milchschaumdüse
Die Milchschaumdüse der De'Longhi Magnifica S zur Veranschaulichung ohne Kännchen oder Milchglas. Aber Vorsicht, der Dampf ist richtig heiß! Foto: LECKER.de/ Franziska Hoppe
Ich kann meine Milch mit der DeLonghi Magnifica S auch direkt im Glas aufschäumen
Kein Kännchen, kein Problem. Milch kannst du auch direkt in der Tasse oder im Glas aufschäumen. Foto: LECKER.de/ Franziska Hoppe
Der Latte Macchiato gelingt mir im Test mit der DeLonghi Magnifica S hervorragend. Man sieht alle drei Schichten aus Milch, Espresso und Milchschaum
Der Latte Macchiato gelingt mir mit der De'Longhi Magnifica S hervorragend. Man sieht alle drei Schichten aus Milch, Espresso und Milchschaum. Foto: LECKER.de/ Franziska Hoppe
Beim Milch aufschäumen mir der DeLonghi Magnifica S nutze ich ein Thermometer, um die richtige Temperatur zu bekommen.
Für den Anfang hilft ein Küchenthermometer bei der richtigen Milchschaum-Temperatur. Foto: LECKER.de/ Franziska Hoppe
DeLonghi Magnifica S im Test Platz auf dem Abtropfgitter
Genug Platz – meine beiden Cappuccino-Tassen passen nebeneinander unter den Kaffeeauslass. So kann ich auch zwei gleichzeitig zubereiten. Foto: LECKER.de/ Franziska Hoppe

Mit der Milchdüse schaffe ich es, die Temperatur meines Milchschaums auf 55 und 68 °C zu bringen. Gut, viel heißer sollte er auch nicht sein, sonst schmeckt die Milch verbrannt. Das Aufschäumen gelingt mit Kuhmilch (3,5 % Fett) etwas besser als mit meinem Barista-Haferdrink von Alpro.

Den Kaffeeauslass kann ich von 8 cm bis 14 cm in der Höhe verstellen, das reicht auch für mein großes Latte Macchiato-Glas. Beim Latte Macchiato-Test (160 ml Milch und ein Espresso) gelingen mir die typischen drei Schichten und beim Cappuccino (100 ml Milch und ein Espresso) habe ich eine schöne Milchhaube mit Stand – für diese Preiskategorie kann sich das Ergebnis durchaus sehen lassen.

Der perfekte Milchschaum für Anfänger

  1. Schwenke den Milchaufschäumer nach links, damit du genügend Platz hast.

  2. Tauche die Düse mittig etwa 1 cm tief in die Kanne ein und neige die Kanne anschließend leicht nach links.

  3. „Bleiben noch eine Taste zum Einschalten und eine für die Milchschaumdüse

  4. Ein leicht kratzendes Geräusch zeigt, dass Luft in die Milch gezogen wird. Nach einigen Sekunden kannst du die Kanne etwas nach oben schieben, damit eine schöne Wirbelbewegung entsteht.

Das Milchkännchen in einem leichten Winkel unter die Milchschaumdüse der De'Longhi Magnifica S halten für den perfekten Milchschaum
Der leichte Winkel hilft, dass ein Wirbel im Milchkännchen entsteht. Mit der rechten Hand kontrolliere ich die Temperatur. Foto: LECKER.de/ Franziska Hoppe
  1. Ist das Kännchen so heiß, dass du es gerade noch halten kannst, ist die Milch fertig. Anfängern empfehle ich ein Küchenthermometer, um die ideale Temperatur von 65 °C zu treffen.

  2. Nun den Dampf ausschalten, kurz warten und die Lanze vorsichtig herausziehen.

  3. Drehe die Düse wieder nach rechts über die Auffangschale. Nach der Nutzung kann es vorkommen, dass die Düse nachtropft.

  4. Wische den Milchaufschäumer außen mit einem feuchten Tuch ab und beziehe noch etwas heißes Wasser, um Milchreste aus der Lanze zu spülen.

  5. Damit der Schaum besonders feinporig wird, klopfe das Kännchen leicht auf den Tisch und lasse die Milch kreisen, um größere Blasen zu lösen.

Mein Tipp

Du möchtest das richtige Aufschäumen üben? Nutze einfach Wasser mit einem Tropfen Spülmittel. So verbrauchst du keine Milch, hast aber ein authentisches Aufschäumverhalten.

Kaffeequalität: Die richtige Einstellung macht den Unterschied

Zur wichtigsten Frage: Wie gut schmeckt der Kaffee aus der De'Longhi Magnifica S? 

Für ihren günstigen Preis liefert die Magnifica S einen sehr guten Kaffee. Nach einigen Justierungen habe ich die besten Ergebnisse mit einem Mahlgrad zwischen Stufe drei und vier sowie einer höheren Kaffeestärke (Stufe 15) erzielt: 

Einen intensiven Espresso mit wenig Säure und einem angenehmen, aber dennoch kräftigen Aroma. Auch die Crema ist sichtbar ausgeprägt, haselnussbraun, dick und hält etwa 11 Minuten. Das ist für mich schon sehr nahe an einem idealen Kaffee und zeigt ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, das auch mit hochpreisigen Geräten mithalten kann.

De'Longhi Magnifica S im Test bei Crema und Geschmack macht die Einstellung der Kaffeestärke einen Unterschied
Das kann sich sehen lassen. Magnifica S zaubert einen aromatischen Espresso – mit einer hellbraunen Crema. Foto: LECKER.de/ Franziska Hoppe

Nach einer kurzen Aufheizzeit von etwa einer Minute dauert der Bezug ohne Eco-Modus circa 36 Sekunden und erreicht mit der von mir eingestellten Temperaturstufe 3 stolze 71 °C – gut für Kaffeekreationen mit Milch.

Blindverkostung mit der De'Longhi Magnifica S

Abschließend lade ich einige Kolleginnen zur Blindverkostung ein. Die Frage: Gibt es Geschmacksunterschiede, auch wenn ich die Kaffeestärke nur minimal anpasse? Und tatsächlich, die Testerinnen schmecken bereits bei einer kleineren Veränderung von fünf Stufen einen Unterschied.

Zwar kann der Espresso aus der De'Longhi Magnifica S in Sachen Crema, Komplexität und Mundgefühl nicht ganz mit einem Espresso aus einer Siebträgermaschine mithalten, dennoch bietet die Magnifica S für einen Kaffeevollautomaten unter 300 Euro einen sehr guten Espresso und ein Kaffeeerlebnis, das sich schon sehr präzise auf die persönlichen Vorlieben einstellen lässt.

Einfache Bedienung mit kleinen Tücken

Insgesamt kommt die Magnifica S in einem schlanken Design daher. Ein Display oder andere moderne Elemente gibt es aber nicht. Das trägt zu dem günstigeren Preis bei, lässt den Kaffeeautomaten aber etwas altmodisch wirken.

Stattdessen bediene ich die Magnifica S über die sechs Tasten.

De'Longhi Magnifica S im Test Espresso Kaffeestärke
Kein Display. Die De'Longhi Magnifica S setzt auf Tasten und Drehregler. Foto: LECKER.de/ Franziska Hoppe
  • Mit den mittleren Tasten links und rechts starte ich die Zubereitung von Espresso oder Espresso Lungo, also einem verlängerten Espresso. Dazu läuft mehr Wasser durch die gleiche Menge Kaffeepulver. Vom Werk ist der Espresso auf 40 ml pro Tasse und der Espresso Lungo auf 120 ml eingestellt.

Die Magnifica verfügt über einen Doppelbezug, das bedeutet, ich befülle entweder zwei Tassen gleichzeitig oder bereite die doppelte Menge Espresso beziehungsweise Espresso Lungo zu. Dafür sind die beiden unteren Tasten, links und rechts vom Rad. Eine praktische Funktion, die mir Zeit spart und eine weitere Möglichkeit bietet, meine Getränkegröße individuell anzupassen, ohne eine Überextraktion zu riskieren. 

De'Longhi Magnifica S im Test mit dem Doppelbezug kann ich zwei Espressi gleichzeitig beziehen
Sehr praktisch – ein doppelter Espresso macht sich auch sehr gut in Milchgetränken. Foto: LECKER.de/ Franziska Hoppe

Bleiben noch eine Taste zum Einschalten und eine für die Milchschaumdüse – sehr übersichtlich. Das macht die Bedienung beim täglichen Kaffeegenuss unkompliziert, führt aber bei speziellen Einstellungen wie den Temperaturstufen zu Umwegen und viel Tastendrückerei.

Reinigung: So bleibt die Magnifica S fit

Ein guter Kaffeevollautomat braucht regelmäßige Pflege. Die De'Longhi Magnifica S macht mir die Reinigung im Test angenehm unkompliziert. Von der Brühgruppe über die Milchschaumdüse bis hin zum Satzbehälter  – mit ein paar Handgriffen ließen sich alle Teile im Test schnell reinigen.

Milchschaumdüse

Die Milchschaumdüse wische ich nach jeder Zubereitung kurz mit einem feuchten Tuch ab und anschließend beziehe ich noch etwas heißes Wasser, um Milchreste auszuspülen. Abends ziehe ich das äußere Rohr und die kleinere Düse darunter ab und reinige beides gründlich.

Die Milchschaumdüse der De'Longhi Magnifica S im solltest du täglich reinigen, ansonsten beleben Milchreste an der Düse kleben
Schon nach einem Tag ohne Reinigung kleben getrocknete Milchreste in der Milchschaumdüse der De'Longhi Magnifica S. Foto: LECKER.de/ Franziska Hoppe

Kaffeesatzbehälter

Ungefähr 16 Pucks passen in den Satzbehälter. Die Pucks sind gut gepresst und trocken, sodass nur wenige Reste im Satzbehälter zurückbleiben, den ich schnell mit klarem Wasser ausspüle. Entleeren solltest du den Satzbehälter alle zwei bis drei Tage oder wenn die Maschine anzeigt, dass der Behälter voll ist.

Auffangschale

Die Auffangschale entleere ich abends im Spülbecken. Sollte die Schale schon vorher voll sein, zeigt mir das ein kleiner Schwimmer in der Mitte der Schale.

De'Longhi Magnifica S im Test reinigen
In die Spülmaschine darf leider kein Teil der De'Longhi Magnifica S. Foto: LECKER.de/ Franziska Hoppe

Einmal pro Woche solltest du alle losen Teile gründlich spülen. Leider sind sie nicht spülmaschinenfest, da müssen Schwamm und Spülmittel ran.

Brühgruppe

Hinter dem Wassertank ist die Serviceklappe. Dahinter verbirgt sich die Brühgruppe. Bei ausgeschaltetem Gerät entferne ich die Brühgruppe einfach mithilfe der beiden roten Hebel. Auf der Brühgruppe finden sich einige Kaffeereste, das ist normal.

Einmal pro Woche reinige ich die Brühgruppe mit klarem, warmen Wasser. Wichtig: Dabei bitte kein Spülmittel verwenden! Das entfernt wichtige Schmierfette.  

Auch die Brühgruppe kann ich bei der De'Longhi Magnifica S leicht herausnehmen und  reinigen
Auch die Brühgruppe kann ich bei der De'Longhi Magnifica S leicht herausnehmen und reinigen. Foto: LECKER.de/ Franziska Hoppe

Entkalkung

Wie häufig die De'Longhi Magnifica S entkalkt werden sollte, hängt etwas davon ab, wie hart dein Wasser ist und ob du einen De'Longhi Wasserfilter im Wassertank installierst. Bei hartem Wasser ist eine monatliche Entkalkung sinnvoll, bei weichem Wasser oder einem Wasserfilter reicht es, alle zwei bis drei Monate zu entkalken. Dabei hilft ein Entkalker von De'Longhi.

Ein Blick auf Bohnenfach und Wassertank

Das Bohnenfach der Magnifica S ist mit 250 Gramm Kaffeebohnen bis zur obersten Kante gefüllt – damit bereite ich ungefähr 25 bis 30 Getränke zu. Der abgedunkelte Deckel soll die Bohnen vor Licht schützen, hat aber leider keine Gummidichtung, wodurch er leicht klappert. 

Das Bohnenfach der De'Longhi Magnifica S lässt sich auch dann gut befüllen, wenn sie unter einem Hängeschrank steht.
Knappe Sache: Das Befüllen des Bohnenfachs unter meinem Hängeschrank ist eine kleine Herausforderung. Foto: LECKER.de/ Franziska Hoppe

Das Fach befindet sich oben, am hinteren Teil der Maschine. Das Einfüllen funktioniert auch unter meinem niedrigen Hängeschrank. Für ein leichteres Befüllen empfehle ich, die Maschine nach vorne zu ziehen.   

Der Wassertank fasst 1,8 Liter, das reicht für etwa 14 bis 16 Getränke. Auch vollgefüllt kann ich ihn noch gut mit einer Hand halten. Allerdings ist der Tank mit 5,4 cm etwas schmal, wodurch das Reinigen oder Einsetzen eines Filters für große Hände schwierig sein kann.

Die richtigen Bohnen für den Kaffeevollautomaten

In meinem Test habe ich die Kaffeebohnen Black Pearl Espresso von Public Coffee Roasters verwendet. Mit einer mittleren Röstung und wenig Säure sind die Espressobohnen ideal für den Vollautomaten. Denn helle Röstungen enthalten mehr Säure, die in einem Vollautomaten durch eine kürzere Brühzeit oft betont und nicht richtig ausgeglichen wird.

De'Longhi Magnifica S im Test Kaffeebohnen
Nicht zu hell, nicht zu dunkel. Eine mittlerer Röstgrad ist genau richtig für Kafeevollautomaten. Foto: LECKER.de/ Franziska Hoppe

Verwendest du zu helle und säurebetonte Bohnen, kann es sein, dass dein Kaffee schnell unausgewogen schmeckt, während sehr dunkle Röstungen zu viel Bitterkeit mitbringen können. 

Vermeide zudem zu ölige Bohnen, da ölhaltige Bohnen das Mahlwerk leichter verkleben können.

Qualität und Verarbeitung

Die Magnifica S ist mit ihren Maßen von 42 cm Tiefe, 22 cm Breite und 34,2 cm Höhe angenehm kompakt. Sie passt problemlos auch in kleinere Küchen. 

Das Gerät besteht überwiegend aus spiegelndem Kunststoff. Das ist für diese Preisklasse typisch, bringt aber den Nachteil, dass mir jeder Fingerabdruck und jedes Staubkorn sofort auffallen. 

Die Verarbeitung ist meiner Meinung nach solide, jedoch klappert der Deckel des Bohnenfachs leicht, da er keinen Gummirand hat.

Insgesamt stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis. Du bekommst eine solide Kaffeemaschine, von der du lange etwas hast. Wünschst du dir aber ein modernes oder ausgefallenes Design, sind andere Modelle besser geeignet.   

Mein Fazit: Lohnt sich die De'Longhi Magnifica S?

Die De'Longhi Magnifica S bietet ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis und ist ideal für alle, die einen soliden Kaffeevollautomaten ohne zu viel Schnickschnack suchen.

Die Maschine ermöglicht dir viele Einstellungsmöglichkeiten, um einen Kaffee ganz nach deinem Geschmack zu brühen. Der Espresso aus der Magnifica S ist kräftig und für die günstige Preisklasse hervorragend. Dabei ist sie einfach zu bedienen und leicht zu reinigen.

Die Milchschaumdüse erfordert Übung und Cappuccino und Co brauchen etwas länger als mit einem Milchsystem. Dafür ist die Düse wesentlich leichter zu reinigen und bietet dir mehr Kontrolle.

Kleinere Schwächen wie das eher altmodische Design und die Verkleidung aus Hochglanz-Kunststoff sind angesichts des Preises verschmerzbar.

Wenn du einen kompakten, zuverlässigen Vollautomaten mit viel Kontrolle über deinen Kaffeegenuss suchst, ist die Magnifica S eine klare Kaufempfehlung.

Ja, die Maschine verfügt über eine Heißwasserfunktion, mit der du heißes Wasser für Tee oder andere Heißgetränke beziehen kannst. Allerdings erreichte das Wasser in meinem Test nur eine maximale Temperatur von 75 °C. Das ist ideal für grünen oder weißen Tee, jedoch zu kühl für schwarzen Tee, der am besten mit kochendem Wasser aufgegossen wird.

Das Stahlmahlwerk der Magnifica S erreicht während des Mahlvorgangs eine Lautstärke von ungefähr 71 dB. Das ist vergleichbar mit einem Staubsauger auf niedriger Stufe. Normal für einen Kaffeevollautomaten dieser Preisklasse, und deutlich hörbar, aber nicht störend – vor allem, weil der Mahlvorgang nur wenige Sekunden dauert.

Ja, die De’Longhi Magnifica S verfügt über ein Fach für vorgemahlenen Kaffee, sodass du auch bereits gemahlenen Kaffee verwenden kannst.

Die Häufigkeit des Entkalkens hängt von der Wasserhärte und der Nutzung ab. Bei hartem Wasser wird eine monatliche Entkalkung empfohlen, bei weichem Wasser reicht es, alle drei Monate zu entkalken.

Der Wassertank der De'Longhi Magnifica S fasst 1,8 Liter, ausreichend für etwa 14 bis 16 Getränke.

Ja, die Brüheinheit kann zur einfachen Reinigung entnommen und unter warmem Wasser abgespült werden.

Mit der Magnifica S kannst du Espresso, Kaffee, Cappuccino, Latte Macchiato und weitere Milchgetränke wie beispielsweise Kakao zubereiten.

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