Alles zur Quitte: Tipps zu Saison, Lagerung und Rezeptideen

Sonnig-gelb und fruchtig-herb: Die Quitte ist eine Traditionsfrucht, die sich wieder großer Beliebtheit erfreut. Aber wie verarbeitet man sie am besten und was lässt sich Leckeres daraus machen? Wir verraten dir alles Wissenswerte zur Verfügbarkeit, Lagerung und Verarbeitung. On top gibt's leckere Rezept-Ideen mit Quitte.

Quitten Warenkunde
Ihr volles Aroma entfaltet die Quitte, wenn sie schön gelb geerntet wird. Foto: LECKER @ Bauer Media Group
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Total saisonal - dann sind Quitten reif

Quitten sind echte Herbstfrüchte: Zwischen Mai und Juni blüht die Quitte. Die weiß-rosafarbenen Blüten sind etwas größer als die Blüten von Apfel und Birne. Von September bis November ist Erntezeit. Dann kannst du sie vielen Supermärkten, Obst- und Gemüsehändlern und auf dem Wochenmarkt oder regionalen Obsthöfen kaufen.

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Die gängisten Quittensorten im Überblick

Quitten sind nicht gleich Quitten: Grob unterscheidet man zwischen Apfelquitten und Birnenquitten. Beide Sortenhaben ihren ganz eigenen Charakter.

Apfelquitten sind rundlich, fest und besitzen einen intensiven Duft. Sie enthalten besonders viel Pektin, was sie zur perfekten Basis für Gelees, Marmeladen und Fruchtaufstriche macht. Geschmacklich sind sie aromatisch, leicht herb und entwickeln beim Kochen eine schöne, goldene Farbe.

Birnenquitten hingegen sind länglich, weniger hart und haben ein feineres, mild-süßliches Aroma. Sie eignen sich wunderbar für Kompott, Saft oder Chutneys und sind oft einfacher zu verarbeiten, da ihr Fruchtfleisch etwas weicher ist.

Darüber hinaus gibt es auch Mischformen, die Eigenschaften von beiden Sorten vereinen. Diese liefern spannende Geschmackserlebnisse von kräftig-herb bis blumig-mild und sind echte Allrounder in der Küche.

Das kannst du mit Quitten machen

Die harte Schale und das feste Fruchtfleisch machen die Verarbeitung von Quitten zu einer kleinen Herausforderung - aber es lohnt sich! Vor der Verarbeitung sollte die Quitte aber zunächst immer von ihrem charakteristischen öligen Flaum auf der Schale befreit werden. Danach können die Früchte geschält, vom Kerngehäuse befreit und verarbeitet werden.

6 gänige Ideen, wie du Quitten verarbeiten kannst:

Süße Rezepte mit Quitten

Die Quitte ist ein Klassiker in Marmelade und Gelee, doch sie kann noch mehr. Auch im Kuchen sorgt die Herbstfrucht für eine aromatische Note, als Dessert pochiert mit Schokosoße werden sie besonders elegant und als Konfekt sind sie ein raffiniertes Highlight für Gäste.

Herzhafte Quitten-Rezepte

Zu Chutney verarbeitet, gedünstet als Beilage, in Soßen oder deftigen Eintöpfen sind Quitten im Herbst eine wunderbar fruchtige Komponente zu Fleisch wie Entenbrust, Hähnchen, Schweinebraten oder Lammwürstchen.

Wie kann man Quitten lagern?

Quitten mögen es kühl, trocken und luftig. Am besten lagerst du sie in einem kühlen Keller oder dem Gemüsefach im Kühlschrank. Früh geerntete Früchte halten sich 2-4 Wochen, reife Quitten sollten entsprechend kürzer. Achte beim Kaufen vor allem darauf, dass sie unbeschädigt und frei von Druckstellen sind. Regelmäßiges Kontrollieren ist ratsam, so können auch frühzeitig faule Exemplare aussortiert werden. Sobald Quitten beginnen, innen braun zu werden, sollten sie zeitnah verarbeitet werden.

Für längere Haltbarkeit kannst du Quitten einfrieren. Dafür werden sie geschält, vom Kerngehäuse befreit und in Stücke geschnitten blanchiert. Nach dem Auskühlen können sie möglichst luftdicht verpackt in Gefrierbeuteln eingefroren werden.

Extra-Tipp: Die Quitte verfügt über ein starkes Aroma, dass sich schnell auf andere Früchte überträgt. Deshalb ist es ratsam, Quitten getrennt von anderem Obst zu lagern.

Der Geschmack der Quitte ist eine spannende Mischung aus süß und herb, mit einer feinen Zitrusnote. In Kompott oder Gelee erinnert sie ein bisschen an Apfel, nur intensiver.

Theoretisch ja - praktisch machen das die wenigsten. Roh ist das Fruchtfleisch sehr hart und ziemlich herb. Wenn du Lust auf ein kleines Experiment hast, kannst du ein Stück schälen, entkernen und pur probieren. Aber richtig Spaß machen Quitten erst, wenn sie gekocht werden: Dann entfaltet sich ihr volles Aroma, und das Fruchtfleisch wird samtig weich!

Eine spannende Ausnahme ist die Sorte Haruka: Sie wurde speziell für den Rohverzehr gezüchtet und überrascht mit süßem, saftigem Fruchtfleisch. Statt herb und hart schmeckt diese Quittensorte angenehm mild und erfrischend, fast wie ein exotischer Apfel. Perfekt also für alle, die Quitten einmal ganz pur genießen und ihre besondere Seite entdecken möchten.

Nein, die Quitte ist eine eigenständige Obstart, jedoch botanisch mit Äpfeln und Birnen verwandt und gehört zur Gattung der Rosengewächse.

Da liegt es fast nahe, dass man Quitten grob in Apfelquitten und Birnenquitten unterscheidet!

Quitten sind reich an Vitamin C, Ballaststoffen und Antioxidantien – sie stärken das Immunsystem, fördern die Verdauung und schützen die Zellen. Traditionell wurden Quittenkerne als Hausmittel gegen Husten oder Magenbeschwerden genutzt.