Das ist der wahre Japanische Käsekuchen

Japanischer Käsekuchen, leicht mit Puderzucker bestäubt.
Der klassische japanische Käsekuchen ist weich und gleichzeitig saftig. Foto: LECKER @ Bauer Media Group
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Die Japaner lieben Käsekuchen und haben dieses besondere Rezept erfunden. Der japanische Käsekuchen wird ganz ohne Boden gebacken, seine Konsistenz erinnert an Soufflé.

In den letzten Wochen hast du im Netz bestimmt überall diesen „Japanese Cheesecake-Trend“ gesehen: Kekse werden in Joghurt gedippt und das soll dann wie Käsekuchen schmecken. Ein nettes Dessert, aber Hand aufs Herz: Für uns kommt nichts an den echten japanischen Käsekuchen ran!

Der Käsekuchen begeistert mit seiner wolkenweichen Textur und zergeht einfach auf der Zunge. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie dir der fluffigste Japanese Cheesecake gelingt.

  • Zubereitungszeit:
    120 Min.
  • Wartezeit:
    240 Min.
  • Niveau:
    ganz einfach

Zutaten

Stücke

400 g Doppelrahmfrischkäse

50 g weiche Butter

200 g Schlagsahne

8 Eier (Gr. M)

100 g Zucker

+ 50 g Zucker

1 EL Zitronensaft

80 g Mehl

Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

1

2–3 Stunden vorher Frischkäse, Butter und Sahne aus dem Kühlschrank nehmen. Eine Springform (22 cm Ø) fetten und innen am Rand mit Backpapier auslegen, sodass es ca. 6 cm übersteht. Papier leicht fetten. Form außen dicht mit Alufolie einschlagen.

Der innere Rand einer Springform ist mit Backpapier ausgelegt.
Die Käsemasse geht beim Backen luftig in die Höhe. Deshalb ist ein erhöhter Backpapierrand hilfreich. Falls sich das Papier einrollt, einfach mit einer Büroklammer fixieren oder zusammenheften. Foto: LECKER @ Bauer Media Group
2

Eier trennen. Eiweiß steif schlagen, dabei 100 g Zucker einrieseln lassen. Frischkäse und 50 g Zucker mit den Schneebesen des Rührgerätes ca. 5 Minuten cremig rühren. Butter, Zitronensaft, Eigelb und Sahne portionsweise zufügen und alles glatt verrühren. Mehl daraufsieben und unterrühren. Erst ca. 1⁄3 Eischnee, dann den Rest vorsichtig unterheben. Käsemasse in die Form geben. Form auf der Arbeitsfläche mehrmals leicht aufstoßen, damit größere Luftblasen entweichen können.

3

Fettpfanne in den Ofen schieben, Form daraufstellen und Fettpfanne halb hoch mit heißem Wasser füllen. Kuchen im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 160 °C/Umluft: 140 °C) ca. 1 Stunde backen. Ofentemperatur reduzieren (E-Herd: 140 °C/Umluft: 120 °C) und weitere ca. 30 Minuten backen. Kuchen erst ca. 15 Minuten im ausgeschalteten Ofen bei geschlossener Tür, dann ca. 20 Minuten bei leicht geöffneter Tür ruhen lassen. Kuchen aus dem Ofen nehmen und die Folie vorsichtig entfernen. Kuchen ca. 1 Stunde abkühlen lassen. Dann 2–3 Stunden kalt stellen. Mit Puderzucker bestäuben.

Ein Stück luftiger Japanischer Käsekuchen liegt auf einem Teller.
Zum Japanischen Käsekuchen schmecken Kirschen. Foto: LECKER @ Bauer Media Group

Nährwerte

Pro Stück

  • 333 kcal
  • 10 g Eiweiß
  • 24 g Fett
  • 20 g Kohlenhydrate

Japanischer Käsekuchen mit Kirschen

Für das Kirsch-Topping 400 ml Kirschsaft und 2 EL Zucker in einem Topf erhitzen. 100 ml Kirschsaft mit 2 EL Speisestärke verrühren und zum Kirschsaft im Topf geben. Unter Rühren köcheln lassen, dann 350 g TK-Kirschen hinzufügen und ca. 3 Minuten leicht köcheln lassen. Nach dem Abkühlen zum japanischen Käsekuchen servieren.

Was ist an diesem Käsekuchen eigentlich japanisch?

Japaner sind käsekuchenverrückt und haben das Basisrezept erfunden. Das Original des souffléartigen Kuchens besteht aus nur drei Zutaten – Eiern, weißer Schokolade sowie Frischkäse – und heißt „sufure chizu keki“.

Warum hat dieser Kuchen nun mehr als drei Zutaten? Das Rezept ist unglaublich anspruchsvoll. Da müssen viele Dinge passen: zum Beispiel wie lange man rührt oder welche Temperatur die Zutaten haben. Uns war aber wichtig, dass der Kuchen auch weniger erfahrenen Bäckern glückt. Fünf Mal haben wir ihn gebacken und verändert, bis das Rezept gelingsicher war!

Aus kochen & genießen 6/2018