Karnevals-Klassiker: Rheinische Krapfen

Karnevals-Klassiker: Rheinische Krapfen Rezept
Rheinische Krapfen mit Rosinen und Zimtzucker sind echte Tradition in der Karnevalszeit. Foto: LECKER @ Bauer Media Group
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Rheinische Krapfen sind ein beliebtes Gebäck zur Karnevalszeit. Typisch für diese Spezialität: Sie werden aus Brandteig zubereitet und mit Rosinen verfeinert. Nicht zu verwechseln mit Krapfen aus Hefeteig, die auch als Pfannkuchen oder Berliner bekannt sind und zur Faschingszeit in ganz Deutschland gern vernascht werden. Rheinische Krapfen schmecken frisch gebacken einfach unschlagbar lecker!

  • Zubereitungszeit:
    45 Min.
  • Niveau:
    einfach

Zutaten

Stück

Salz

125 g Butter

350 g Mehl

5 Eier (Gr. M)

200 g Rosinen

ca. 1 l Sonnenblumenöl oder ca. 1 kg Fett zum Frittieren

100 g Zucker

Zubereitung

1

450 ml Wasser, 1 Prise Salz und Butter in einem Topf aufkochen. Mehl auf einmal zugeben, damit sich keine Klumpen bilden.

2

Mit einem Kochlöffel so lange rühren, bis sich der Teig als Kloß vom Topfboden löst und sich eine weiße Schicht am Topfboden bildet. So geht das Gebäck beim Backen gut auf.

3

Teig in eine Schüssel umfüllen, 1 Ei unterrühren, bis der Teig glatt ist. Dann die übrigen Eier einzeln unterrühren. Zum Schluss Rosinen unterrühren.

4

Fett in einem breiten Topf auf 170 °C bis 180 °C erhitzen. Ist das Fett zu heiß, werden die Krapfen schnell dunkel und haben nicht genug Zeit aufzugehen. Am besten ein Fettthermometer benutzen.

5

Teig mit einem Esslöffel aufnehmen und mit einem zweiten Löffel direkt ins Fett ­abstreifen, um Fettspritzer zu vermeiden. Portionsweise (6–8 Krapfen pro Portion) im heißen Öl ca. 6 Minuten frittieren. Zwischendurch einmal wenden.

6

Krapfen mit einer Schaumkelle herausnehmen und kurz auf einem Kuchengitter abtropfen lassen. Zucker in einen tiefen Teller geben und Krapfen noch heiß darin wälzen.

Nährwerte

Pro Stück

  • 519 kcal
  • 3 g Eiweiß
  • 48 g Fett
  • 21 g Kohlenhydrate

Fruchtig-saftige Krapfen mit Apfel

Probiere unbedingt mal Apfelkrapfen – das ist meine persönliche Lieblingsvariante! Dank der Apfelstückchen bekommen sie einen herrlich fruchtigen Kick, und der Teig bleibt superlocker und saftig.

Was sind Rheinische Krapfen?

Rheinische Krapfen sind ein traditionelles Gebäck und, wie der Name schon verrät, eine echte Spezialität aus dem Rheinland. Besonders zur 5. Jahreszeit, also im Karneval, sind die süßen Teigkugeln heiß begehrt. Wer im Süden unterwegs ist, kennt das Gebäck vielleicht unter dem Namen Nonnenfürzle – so sind sie im Schwabenländle oder Allgäu bekannt. Dank Brandteig werden sie außen schön knusprig und bleiben innen wunderbar fluffig, ähnlich wie Windbeutel. Nach klassischem Rezept kommen noch Rosinen in den Teig.

Übrigens: Auch Mutzenmandeln sind ein traditionelles Karnevalsgebäck aus dem Rheinland. Sie werden ebenfalls frittiert, aber aus einem Rührteig zubereitet und sind mindestens genauso beliebt.

Was ist der Unterschied zwischen Krapfen und Berliner?

Krapfen ist ein vielseitiger Begriff und steht für jede Menge leckeres Fettgebäck – von klassischen Brandteig-Krapfen bis hin zu süß-gefüllten, frittierten Hefe-Kugeln. Berliner sind eine beliebte Variante des Krapfens: Sie werden aus Hefeteig hergestellt, goldgelb im Fett ausgebacken und meist mit Marmelade gefüllt.

Je nach Region haben sie unterschiedliche Namen: In Nord-oder Westdeutschland nennt man sie Berliner, in Berlin heißen sie Pfannkuchen und im Süden Deutschlands sowie in Österreich werden sie einfach Krapfen genannt. Egal unter welchem Namen – sie sind überall ein echter Genuss!

Im Gegensatz zu Berlinern werden rheinische Krapfen traditionell mit Brandteig zubereitet. Dadurch werden sie außen besonders knusprig und innen schön fluffig. Typisch rheinisch: Im Teig dürfen saftige Rosinen natürlich nicht fehlen!

Welches Öl nehme ich zum Frittieren der Krapfen?

Zum Frittieren der Krapfen eignet sich ein Öl mit einem hohen Rauchpunkt und neutralem Geschmack. Am besten sind raffiniertes Sonnenblumenöl oder Rapsöl. Wichtig: Das Öl sollte auf ca. 170–175 °C erhitzt werden – ist es zu heiß, werden die Krapfen außen zu dunkel und bleiben innen roh, ist es zu kalt, saugen sie sich mit Fett voll.

Aus LECKER 3/2020