Chopping Time

Schnippeln oder schnippeln lassen – die besten Zerkleinerer von WMF

Wo gehobelt wird, fallen Parmesanspäne, Zoodles oder Apfelchips. Welches Zerkleinerungs-Tool du wofür brauchst und wie du das Ergebnis perfektionierst, liest du hier.

Freisteller von drei WMF-Zerkleinerer-Geräten
Who is who: Welchen Zerkleinerer brauchst du wirklich und wenn ja, wozu? Foto: LECKER @ Bauer Media Group / PR / Nicole Molitor
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Das Nervigste am Kochen ist das Schnippeln. Ein Food-Processor, ein Zerkleinerer oder eine Küchenreibe erleichtern die Aufgabe. Aber welches Schneidewerkzeug brauchst du wann und muss es immer ein elektrisches Teil sein?

Am Beispiel vom deutschen Küchengeräte-Hersteller WMF präsentiere ich hier einmal das Best-of der verschiedenen Chopping Tools.

Für alle mit kleinem Budget starte ich bei der günstigen Basis-Raspel und arbeite mich hoch bis zur Luxus-Küchenmaschine mit mehreren Zubehörscheiben. Dazu gibt’s praktische Tipps, wie du mehr aus deinem Gerät herausholst und deine Zutaten klein kriegst, ohne sie zu zermatschen.

Küchenreibe für kurzen Prozess

Eine Vierkantreibe wie das Gourmet-Modell von WMF lässt sich durch den Haltegriff oben leichter bedienen als eine flache Mandoline zum Auflegen. Dafür ist sie sperriger gebaut und passt nicht ohne Weiteres in die Küchenschublade.

Bei der vertikalen Handreibe haben alle vier Seiten eine eigene Funktion. So kannst du nahtlos zwischen dem Reiben, Raspeln und Hobeln wechseln und musst keine unterschiedlichen Platten einlegen. Dadurch verlegst du nichts, hast weniger Abwasch und sparst wiederum Platz.

Super ist die Vierkantreibe immer dann, wenn du mal eben frische Muskatnuss für die Béchamel reiben oder die Pasta noch kurz mit Zitronenzesten oder Parmesanflocken verfeinern willst. So hauchzart wie im Handbetrieb kriegst du auch Schokospäne kaum mit einem anderen Utensil hin.

Cool bleiben

Willst du Käse oder Schokolade raspeln, solltest du die Zutaten vorher mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen. Dann schmelzen sie nicht zwischen den warmen Händen und es entstehen schönere Hobel, Flocken, Späne oder Raspel.

Eine Single-Portion von geraspeltem Möhrensalat lässt sich locker mit der Vierkantreibe bewältigen. Kartoffelgratin für die ganze Family gelingt dagegen entspannter mit einem elektrischen Küchenhobel. Aber was tut man nicht alles für die Lieben – und ein paar zusätzliche Muckis im Arm.

Multizerkleinerer für viel Kleinkram

Manuelle Multizerkleinerer wie der WMF Gourmet arbeiten meist mit einem Seilzug, der zwei Klingen im Behälter mechanisch in Gang setzt. Viel Kraft brauchst du dafür nicht. Weil das Gerät ohne Strom funktioniert, bist du unabhängig von der Position irgendwelcher Steckdosen.

Reiben oder hobeln kannst du damit zwar nicht. Der Zerkleinerer häckselt dir aber Obst und Gemüse klitzeklein. Je länger du den Seilzug spannst oder je öfter du ihn benutzt, umso kleiner werden die Stückchen. 

Handbetriebene Multizerkleinerer sind die prädestinierten Zwiebelschneider. Toll ist, dass sie selbst kleinste Mengen wie eine halbe Knoblauchzehe restlos verarbeiten. Weil dabei nur wenig Druck und Hitze auf die Zutaten einwirkt, zermatschen sie weniger. Ingwer und frische Kräuter bleiben intakt und behalten ihre ätherischen Öle.

All-in-one-Lösung

Als Salat-Fan kannst du dein Dressing direkt im Multizerkleinerer zubereiten. Dafür gibst du alle Zutaten samt Essig, Öl, Senf, Milch, Mayo, Joghurt oder Honig in den Behälter. Die Klingen zaubern daraus im Handumdrehen eine glatte Emulsion. In der Regel reicht die Turbo-Salatsoße für 1–2 Personen.

Im Gegensatz zum elektrischen Küchengerät ist ein manueller Zerkleinerer absolut leise. Das kann ein entscheidender Faktor sein, wenn du kleine Kinder hast und den Nachwuchs im Nebenzimmer nicht durch laute Motorgeräusche beim Mittagsschlaf stören willst.

Blitzhacker für Ungeduldige

Noch schneller als im Handbetrieb zerkleinerst du deine Zutaten mit einem elektrischen Blitzhacker, etwa aus der WMF Kult X Edition. Weil du Obst oder Gemüse direkt im Gefäß verarbeitest, entsteht auch kein Schwund und alles wird gleichmäßig zerhackt.

Durch die Motorkraft reicht ein Knopfdruck, um sogar harte Brocken wie Nüsse oder Kerne zu bezwingen. Auch Haferflocken oder andere trockene Zutaten kannst du so zu Mehl mahlen – perfekt bei einer Glutenintoleranz. 

Die Klingen drehen mit höherer Geschwindigkeit als im manuellen Betrieb. So wird das Ergebnis feiner. Wichtig ist, dass das Gerät nicht zu viel Power hat. Bei einer Leistung über 500 Watt kann Parmesan anfangen zu schmelzen und Kräuter verlieren ihr Aroma.

Glatte Sache

Auf der Suche nach einem geeigneten Gerät, um Nuss- oder Mandelmus selber zu machen, bin ich beim Blitzhacker gelandet. Eine Wattzahl von 350 W genügt. Zwischendurch ein paar Pausen einlegen, damit die Nüsse oder Mandeln kurz abkühlen und ihr Fett gleichmäßig abgeben können. Dann brauchst du kein zusätzliches Öl.

Food-Processor für Familien

Ein Food-Processor wie aus der WMF Kult X Edition vereint die Vorteile von einer Küchenreibe mit denen eines Zerkleinerers. Du kannst deine Zutaten damit akkurat in Form raspeln, hobeln und stifteln oder auch schnell zerhäckseln und vermengen.

Für die einzelnen Schnittformen gibt es mehrere Scheiben mit unterschiedlich breiten Klingenblättern. Zum Zersäbeln von Obst und Gemüse für Salsa oder Pesto nutzt du Aufsätze wie beim Blitzhacker. Zusätzlich haben Food-Processor glatte Platten ohne Messer. Diese Emulsionsscheiben rühren sogar Teige an oder schlagen Sahne steif.

Food-Processor haben meist mehrere Geschwindigkeitsstufen. Damit kannst du auf die Beschaffenheit der jeweiligen Zutat reagieren und beispielsweise verhindern, dass saftige Tomaten im Turbo-Gang zerquetscht werden.

Say Cheese

Die grobe Raspelscheibe der Küchenmaschine ist perfekt für Reibekäse. Den solltest du generell besser frisch reiben, als ihn im Tütchen zu kaufen.

Fertig geriebener Käse wird in der Packung durch Zusätze und Trennmittel aufgelockert. Die verhindern, dass er schön schmilzt. Muss es doch mal die Tütenversion sein, solltest du den Käse kurz abspülen. Dann zieht er feinere Fäden.

Die Kapazität vom Food-Processor ist in der Regel doppelt so groß wie beim (elektrischen) Zerkleinerer. Optimal, wenn du die Familie mit selbst gemachtem Krautsalat oder Kartoffelrösti versorgen willst. Oder du all deine Freunde zum Filmabend mit Pommes-Sticks und Apfelchips einlädst.

Idealerweise setzt du die große Küchenmaschine gleich mehrfach ein, etwa für Rohkostsalate oder Bowls. Um nur eine Knoblauchzehe darin zu zerhacken, ist der Reinigungsaufwand von Schüssel und Zubehör dann doch zu groß.

Spiralschneider für fancy Veggies

Ein elektrischer Spiralschneider wie das WMF-Modell aus der Kult-X-Serie bringt mehr Abwechslung ins Salatbuffet. Statt kurzer Raspel nehmen deine Rüben und Knollen damit die Form von Nudeln an. Dank Motor schaffst du damit Zoodles im Akkord.

Über verschiedene Aufsätze lässt sich die Breite der Gemüsepasta einstellen. Beim WMF Zoodle Maker hast du die Wahl zwischen breiter Tagliatelle, mitteldünner Linguine und extrafeinen Spaghetti. Langweilig wird dir die Low-Carb-Diät damit garantiert nicht!

Noch mehr Gestaltungsspielraum bietet die Salat-to-go-Raspel von WMF. Hier sind neben Zoodle-Klingen auch klassische Raspeleinsätze dabei. Als anspruchsvoller Veggie trimmst du deine Rote Bete, Möhren, Gurken oder Pastinaken so ruckzuck auf Wunschform.

Doppelt gemoppelt

Mini-Möhrchen und andere schmale Gemüsestücke stellst du am besten direkt zu zweit oder dritt nebeneinander in den Einfüllschacht des Geräts. So fallen kleine Teile weniger schnell um und werden von oben bis unten ohne große Reste zerkleinert. Plus: Du bist schneller durch.

Geliefert wird der WMF-Küchenmini-Salatzubereiter mit einer praktischen Lunchbox und einem kleinen Döschen für das Dressing. Genial für ernährungsbewusste Singles.

Du greifst doch lieber zum Messer? Die besten Kochmesser haben wir hier getestet.