Das gibt Beef – Aldi senkt jetzt dauerhaft die Fleischpreise
Mit seiner Fleisch-Offensive fordert Aldi abermals die Konkurrenz von Lidl heraus. Für Konfliktpotenzial sorgt dabei auch die Neuerung in der Tierhaltungsform.
Wir Deutschen essen immer noch regelmäßig Fleisch. Laut Statistik des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMEL) hat der Konsum seit 2024 erstmals wieder leicht zugenommen.
Insbesondere Geflügel und Rindfleisch werden mehr gegessen. Und das, obwohl die Fleischpreise 2025 zuletzt durch die gesunkene Produktion gestiegen sind.
Bis jetzt! Entgegen dem Trend hat Aldi nun zum Jahresstart die Fleischpreise seiner Eigenmarken drastisch reduziert. Das gilt primär für Schweinefleisch. Hackfleisch kostet 20 Cent weniger, Gyros sinkt unter die 4-Euro-Marke und selbst Bio-Schnitzel ist aktuell für unter 5 Euro zu haben.

Auch das allseits beliebte Rinderhack gibt’s bei Aldi jetzt zum Tiefpreis: Die 500-g-Packung kostet 6,19 Euro statt wie zuvor 6,49 Euro.
Vom Butter-Kampf zur Beef-Schlacht
Die Senkung der (Rind-)Fleischpreise ist eine Kampfansage an andere Discounter. Zuvor haben sich Aldi und Lidl bereits ein „Butter-Battle“ geliefert und uns durch die gegenseitigen Unterbietungsversuche das Plätzchenbacken in der Adventszeit versüßt.
Der „Beef“ zwischen den Platzhirschen dürfte nun mit der Fleisch-Offensive von Aldi in die zweite Runde gehen. Nicht umsonst stilisiert sich Aldi Süd im neuen Prospekt als „Deutschlands wahrer Preisführer“. Die neue Hackordnung zielt direkt gegen Lidl und dessen eingefleischten „Preisführer“-Slogan.

Da will man sich glatt eine Tüte Beef Jerky schnappen und das Spektakel beobachten. Ob sich die beiden Discounter demnächst eine ähnlich amüsante Schlammschlacht liefern wie amerikanische Vorbilder à la Cola versus Pepsi oder McDonalds versus Burger King bleibt abzuwarten.
Billigfleisch mit Haltung
Als Verbraucher:in fragt man sich natürlich, welche Qualität das neue Billigfleisch bei Aldi haben wird – und was das für die Tiere bedeutet.
Jüngst bekundete Aldi Süd, bis Mitte Januar 2026 kein Frischfleisch aus der untersten Haltungsform mehr verkaufen zu wollen. Die Filialen von Aldi Nord sollen bis 2030 mit ihren Fleisch-Eigenmarken nachziehen.
Auch dieser Schritt zu mehr Tierwohl setzt die Konkurrenz unter Druck. Lidl will bis Februar 2026 nachziehen. Rewe und Penny gaben ebenfalls an, bald nur noch Rind, Schwein, Huhn und Pute der Haltungsklasse 2 oder höher anzubieten.
Fleisch der Stufe 1 mit den Mindestanforderungen zur tiergerechten Haltung soll also künftig der Vergangenheit angehören. Das ist ein erster Schritt. Aber es ist noch ein weiter Weg – und der wird sicher nicht ohne den ein oder anderen Beef ausgehen.








