Steak grillen – so wird's innen saftig und außen kross
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Steak-Grillen gehört zur Königsklasse beim Barbecue. Aber mit unserem Grundrezept und der genauen Schritt-für-Schritt-Anleitung meisterst du diese Disziplin garantiert im Handumdrehen.
Ein gutes Steak ist die beste Voraussetzung für ein leckeres Ergebnis. Damit sich die Investition auszahlt, zeigen wir dir im Steak-Grill-Guide, wie du die richtige Garstufe über die Kerntemperatur oder den Drucktest herausfindest und dein Fleisch auf den Punkt garst, sodass es außen kross und innen saftig wird.
Dazu gibt's hilfreiche Tipps rund um den besten Zeitpunkt fürs Grill-Vorheizen, Salzen und Steak-Wenden. Bye-bye Schuhsohle!
Zutaten
500 g Rindersteak (z. B. Rumpsteak)
Rapsöl für den Rost
Salzflocken
Zubereitung
Steaks 30–60 Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen und trocken tupfen. Rost auf dem ordentlich vorgeheizten Grill (ca. 270 °C; Elektro, Gas oder Kohle) mit Öl bestreichen.
Falls vorhanden Fettrand von den Steaks mehrfach einritzen, damit sich die Fleischstücke beim Grillen nicht verziehen und gleichmäßig garen. Fleisch mit einer Prise Salz würzen und auf den gefetteten Rost legen. Von jeder Seite ca. 90 Sekunden garen. Vorgang ein weiteres Mal wiederholen. Dabei zum Wenden eine Grillzange (keine Gabel) verwenden, damit das Fleisch unbeschädigt bleibt und keinen Saft verliert.
Kurzgebratene Steaks von der direkten Grillzone in den indirekten Grillbereich verlagern (bei Elektro-/ Gasgrill Hitze von ca. 270 °C auf 120 °C reduzieren; bei Kohlegrill die Lüftungsregler im Deckel öffnen, um Hitze abzulasen). Fleisch je nach gewünschtem Garpunkt ziehen lassen (s. Tabelle unten). Dafür am besten die Kerntemperatur mit einem Fleischthermometer überprüfen.
Steaks vom Grill nehmen und noch 3–5 Minuten offen auf einem vorgewärmten Teller ruhen lassen. So können sich die Fleischsäfte optimal verteilen. Fleisch nach Belieben mit Pfeffer würzen oder Kräuterbutter darauf schmelzen lassen.
Nährwerte
Pro Stück
- 409 kcal
- 55 g Eiweiß
- 21 g Fett
Auch wenn man es oft liest: Gegrilltes Steak nicht mit Alufolie abdecken, um es warm zu halten. Sonst staut sich die Wärme und die krosse Grillkruste weicht durch den Dampf auf.
Die richtige Garstufe für dein Grill-Steak
Wie lange du dein Steak grillen musst, hängt davon ab, ob du es innen blutig (Rare bzw. „Englisch“) oder komplett durchgegart (Well done) magst. Damit dein Steak nicht trocken wird und genau deiner Wunschkonsistenz entspricht, misst du am besten die Kerntemperatur mit einem Grillthermometer wie unserem Testsieger von ThermoPro.
Zur Orientierung findest du hier eine Tabelle mit den Garpunkten nach Kerntemperatur und Circa-Grilldauer (ohne Ruhe-Zeit):
Gargrad | Kerntemperatur | Grillzeit | Fleisch innen |
|---|---|---|---|
Rare („Englisch“) | 48–50 °C | ca. 4–6 Min. | kräftig rot, blutig |
Medium rare | 51–54 °C | ca. 6–8 Min. | rot, saftig |
Medium | 55–57 °C | ca. 8–10 Min. | rosa |
Medium well | 58–60 °C | ca. 10–12 Min. | leicht rosa Kern |
Well done | 61–65 °C | ca. 12–15 Min. | durchgegart |
Rumpsteak, Tenderloin, T-Bone, Entrecôte oder Flanksteak – alle Zeiten gelten für Grill-Steaks mit einer Standard-Dicke von 2–3 cm. Dickere Fleischstücke und solche mit mehr Knochen brauchen entsprechend länger auf dem Grill.
Wie lange du Steak braten musst, kannst du hier nachlesen.
Die Kerntemperatur sollte immer in der Mitte bzw. an der dicksten Stelle des Fleischstücks gemessen werden, da Randmessungen ungenau sind.
Bei Steak mit Knochen das Thermometer etwa 2 cm vom Knochen entfernt einstechen, da der Knochen Wärme speichert und das Ergebnis verfälschen kann.
Kerntemperatur mit Drucktest messen
Wenn du kein Fleischthermometer hast, kannst du den richtigen Kernpunkt für dein Grill-Steak auch mit dem Druck-Test ermitteln. Du vergleichst dabei jeweils, wie sich das Fleischstück im Vergleich zum Daumenballen deiner Hand anfühlt, wenn du den Daumen und einen bestimmten anderen Finger drückst.

Rare: Drücke Daumen und Zeigefinger einer Hand. Ist der Daumenballen der Hand so weich wie das Steak, ist es rare bzw. „blutig“ gegart.
Medium Rare: Drücke Daumen und Mittelfinger zusammen.
Medium: Drücke Daumen und Ringfinger zusammen.
Well done: rücke Daumen und kleinen Finger zusammen.
Steak vor oder nach dem Grillen salzen?
Salz entzieht dem Fleisch die Feuchtigkeit, wodurch es austrocknen kann. Dieser Prozess dauert aber eine Weile. Du kannst das Steak daher ruhig schon vor dem Grillen salzen. Der Zeitraum sollte aber möglichst kurz sein. Salzt du das Fleisch bis zu 30 Minuten, bevor es auf den heißen Rost wandert, bleibt es saftig.
Mit frisch gemahlenem Pfeffer oder getrockneten Kräutern solltest du das Steak hingegen erst nach dem Grillen würzen. Die Gewürze vertragen die Hitze weniger gut und verbrennen schnell. Hierdurch können sich gesundheitsschädliche Stoffe bilden.
Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, mariniertes Steak vor dem Grillen kurz abzutupfen. Die Grillmarinade ist das Erste, was auf dem Rost verbrennt. Dadurch kann das Fleisch bitter schmecken und du hast mehr Arbeit dabei, hinterher den Grillrost zu reinigen.
Auch Steaks mit trockenem Grill-Rub solltest du vorsichtig schütteln, bevor du es grillst. So können lose Kräuter vorher abfallen. Lecker ist zum Beispiel unser Rezept für hohe Rippe mit Coffee-Rub.
Mehr Tipps zum Fleisch grillen haben wir hier für dich gesammelt.
Welches Fleisch eignet sich für Grill-Steaks?
Zum Grillen sind Rinder- und Schweinesteaks am besten geeignet. Vom Schwein sind Nackensteaks ideal, da sie saftig bleiben. Filetsteaks sind besonders zart, enthalten aber wenig Marmorierung (relevant fürs Aroma) und können bei zu hoher Hitze oder zu langer Garzeit schnell austrocknen.
Bei Rind gibt es viele Optionen: zartes Filet, Hüft- oder Rumpsteak sowie größere, aromatische Stücke wie Ribeye, T‑Bone, Club- oder Porterhouse-Steak.
Hähnchensteaks sind ebenfalls beliebt, durch die höhere Keimbelastung aber etwas diffiziler. Das Geflügel sollte auf jeden Fall gut durchgegart werden. Für intensiven Geschmack eignen sich marinierte Wildschweinsteaks. Auch Kalbs- oder Lammsteaks sind beliebt.
Egal, ob von Rind oder Schwein – das Steak sollte mindestens 2 cm dick sein. Sonst gart es zu schnell auf dem Grill und du hast kaum eine Chance, es rare (blutig) oder rosa zu grillen.
Wie heiß muss der Grill für Steaks sein?
Damit sich die Fleischporen sofort verschließen und kein Saft austritt, braucht Steak vom Grill extrem hohe Temperaturen von 250–270 Grad. Nur so entsteht eine schöne Steak-Kruste.
Deshalb ist es wichtig, den Grill rechtzeitig vorzuheizen. Elektro- und Gasgrills sind bereits nach 10 Minuten einsatzbereit. Kohlegrills brauchen deutlich länger. Wenn die Kohle nach ca. 40 Minuten weiß glimmt, sollte sie die richtige Temperatur zum Steak-Grillen haben.
Die Wartezeit kannst du zur Vorbereitung von Fleisch und Grillbeilagen nutzen. Das Steak sollte vor dem Grillen Raumtemperatur haben. Fertig geschnittene Stücke nimmst du 30 bis maximal 60 Minuten vorher aus dem Kühlschrank. Fleisch im Ganzen solltest du 1 Stunde vorher herausnehmen, damit es sich akklimatisieren kann, bevor du es portionierst.
Du kannst dein Steak sogar auf einem Tischgrill zubereiten! Die besten Kontaktgrill-Modelle haben wir hier für dich getestet.
Wann sollte ich das Grill-Steak wenden?
Laut Faustregel wendest du das Steak das erste Mal nach 90 Sekunden, sprich anderthalb Minuten. Den richtigen Zeitpunkt bemerkst du auch, daran, dass der erste Fleischsaft austritt. Das Grill-Steak sollte sich jetzt auch von selbst vom Rost lösen und nicht mehr daran festkleben.
Um ein appetitliches Rauten-Grillmuster zu erzielen, schiebst du das Steak nach dem ersten Wenden um 45 Grad auf dem Rost. So brennen sich die Längsrillen vom Rost versetzt ins Fleisch. So schaffst du Brandings wie in Profi!

Was passt zu gegrilltem Steak?
Du kannst das Grill-Steak pur oder als Grillspieß mit Paprika, Zwiebeln oder anderem Gemüse genießen. Weitere beliebte Grillideen zum Pracht-Steak kommen hier:




















