Heißes Rhabarberkompott – in nur 20 Minuten fertig
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Egal, wie sauer es ist – Rhabarberkompott weckt die süßesten Kindheitserinnerungen an einen Frühlingstag bei Oma. Genau dieses Gefühl wollen wir mit unserem Grundrezept wieder heraufbeschwören.
Damit beim Rhabarber-Kochen nichts schiefgeht und du das richtige Verhältnis von süß und sauer triffst, begleiten wir dich Schritt für Schritt mit praktischen Tipps: vom richtigen Vorbereiten über die passende Zuckermenge bis zur perfekten Konsistenz – mit oder ohne Stückchen.
Unten liest du außerdem, wie du das selbst gemachte Rhabarberkompott länger haltbar machen und auf Vorrat einfrieren kannst. Dazu gibt's süße und herzhafte Ideen, um das Kompott restlos als Dessert-Topping, Kuchenfüllung oder Soßenbegleitung zu verbrauchen.
Zutaten
750 g Rhabarber (z. B. Himbeerrhabarber)
75 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
3 EL Speisestärke
6 EL Wasser
Zubereitung
Rhabarber gründlich waschen, Blätter und Wurzelenden abschneiden. Rhabarberstangen ggf. schälen, dafür harte Fasern mit einem kleinen Messer oder Sparschäler der Länge nach von den Enden her abziehen.
Rhabarber in grobe Stücke schneiden. Mit Zucker und Vanillezucker in einen Kochtopf geben. 15–20 Minuten ziehen lassen, bis sich etwas Saft gebildet hat. Kurz aufkochen und zugedeckt bei schwacher Hitze 4–5 Minuten dünsten.
Stärke mit Wasser glatt rühren, zum Rhabarber geben, aufkochen und 2–3 Minuten köcheln.

Rhabarberkompott noch warm genießen, einkochen (s.Tipp unten) oder auskühlen lassen und kalt stellen.
Nährwerte
Pro Portion
- 140 kcal
- 1 g Eiweiß
- 31 g Kohlenhydrate
Nach 15 Minuten bei mittlerer Hitze ist der Rhabarber so weich eingekocht, dass du ihn mit einer Gabel zerdrücken kannst. Die Flüssigkeit ist sämig eingedampft, die Fruchtstücke sind glasig und zerfallen beim Umrühren fast von selbst.
Für Rhabarberkompott ohne Stücke kannst du den Fruchtbrei leicht abkühlen und dann pürieren – entweder im Standmixer oder mit dem Stabmixer. Soll das Kompott richtig fein sein, kannst du es heiß durch ein Küchensieb streichen. So wirst du auch die Fasern los und erhältst eine glatte Fruchtsoße.
3 Tipps für die richtige Konsistenz
Das Kompott zerfließt im Topf? Nimm den Deckel ab und lass die Flüssigkeit beim Weiterkochen verdampfen. Wenn das Rhabarberkompott nach einer Viertelstunde immer noch etwas zu flüssig ist, sei unbesorgt: Nach dem Abkühlen dickt es noch nach und hat dann höchstwahrscheinlich genau die richtige Konsistenz – leicht fließend, aber schön sämig.
Ist das Kompott doch zu flüssig, kannst du es nachträglich mit 1 TL verflüssigter Speisestärke andicken.
Ist das Kompott zu breiig geworden, verdünnst du es mit mehr Wasser oder Saft.
Ist das Kompott angebrannt, solltest du es direkt abschöpfen, ohne den Boden abzutragen.
Zu saures Rhabarberkompott lässt sich mit einer Messerspitze Natron neutralisieren. Oder du süßt mit (Vanille-)Zucker, Honig oder Ahornsirup nach. Ist das Kompott zu süß, gibst du umgekehrt etwas Zitronensaft dazu oder servierst den Fruchtbrei als Ausgleich zu einer säuerlichen Quarkspeise.
So kannst du dein Rhabarberkompott verfeinern
Für ein intensiveres Rot und mehr natürliche Fruchtsüße wird das Rhabarberkompott mit Erdbeeren gemischt. Die Beeren (du kannst auch Himbeeren oder Kirschen nehmen) erhöhen gleichzeitig die Ausbeute, weil nach dem Rhabarber-Schälen oft nur noch wenig Fruchtfleisch übrig bleibt. Eine Prise Salz hebt den Geschmack zusätzlich.
Mehr leckere Ideen:
Klassisch: Vanillemark oder geriebene Tonkabohne ins Rhabarberkompott rühren, um die Säure abzumildern.
Fruchtig: Zuckermenge im Rezept reduzieren und das Rhabarberkompott mit Holunderblütensirup oder Rosenwasser süßen. Erwachsene können auch einen Schluck Amaretto oder Orangenlikör zufügen.
Würzig: Kompott mit duftenden Gewürzen wie Zimt, Kardamom oder gehacktem Ingwer aufpeppen.
Cremig: Die Konsistenz wird sämiger, wenn du am Ende etwas Kokosmilch, Sahne oder Joghurt unter das Kompott rührst.
Rhabarberkompott einkochen
Wenn du noch etwas länger in den Genuss von Rhabarberkompott kommen möchtest, kannst du es sehr gut einkochen. Dafür füllst du das noch heiße Kompott in saubere, heiß ausgespülte Einmachgläser und verschließt diese sofort luftdicht.
Achte darauf, dass die Ränder sauber sind. So hält sich Rhabarberkompott für mehrere Monate. Lagere die Gläser dann an einem dunklen Ort, zum Beispiel im Keller oder in der Speisekammer.
Rhabarberkompott einfrieren
Alternativ lässt sich Rhabarberkompott in einem geeigneten Behälter einfrieren. Dafür sollte es vollständig ausgekühlt sein, damit sich keine Eiskristalle bilden. Auf diese Weise ist das Kompott etwa 1 Jahr haltbar.
Apropos einfrieren: Rhabarberkompott gelingt auch mit TK-Rhabarber. Dafür lässt du die geschälten Rhabarberstücke auftauen, gibst sie mit Zucker in einen Topf und verarbeitest sie wie in unserem Rezept beschrieben zu leckerem Kompott. Ganz einfach!
Wozu passt Rhabarberkompott?
Rhabarberkompott mit Vanillepudding ist die wohl beliebteste Kombination. Aber auch Vanillesoße oder Vanilleeis schmecken toll zum süß-säuerlichen Frühlingskompott.
Dass Rhabarber so gerne mit Milchprodukten gegessen wird, liegt an der Oxalsäure. Die Mascarpone im Tiramisu, die Sahne im Pavlova oder der Quark im Käsekuchen neutralisieren die Säure und sorgen etwa dafür, dass sich deine Zähne nach dem Essen nicht so stumpf anfühlen.
Alternativ zu den klassischen Rhabarber-Desserts, kannst du das Kompott auch super mit Wasser zu einem selbst gemachten Rhabarbersirup verdünnen. Ideal für coolen Rhabarber Spritz mit Prosecco oder Rhabarber-Mojito.
Übrigens schmeckt Rhabarberkompott sogar herzhaft als würziges Rhabarber-Chutney oder fruchtiger Begleiter zu Lammkoteletts und Spargel oder paniertem Hähnchen.
Sollte man Rhabarber schälen?
Je dicker und älter der Rhabarber ist, desto mehr Oxalsäure enthält er und sollte daher immer geschält werden. Die jungen Rhabarbersorten sind milder im Geschmack, denn ihre Blätter und Fasern enthalten weniger Oxalsäure. Da sie eine sehr zarte Schale haben, können sie auch ungeschält verarbeitet werden.
Wie wird Rhabarber rot?
Für eine satte rote Farbe brauchst du rotstieligen Rhabarber, z. B. Himbeerrhabarber. Anders als grünstieliger Rhabarber hat dieser nicht nur eine rote Schale, sondern ist komplett rot gefärbt.
Sauren, grünstieligen Rhabarber kannst du nachträglich mit Erdbeeren, rotem Fruchtsaft oder Nektar aus Cranberries, Johannisbeeren oder Kirsche zu rotem Kompott verarbeiten.
Wie lange hält sich Rhabarberkompott im Kühlschrank?
Frisch gekochtes Rhabarberkompott solltest du nach dem Auskühlen am besten direkt in ein Plastik- oder Glasgefäß mit Deckel abfüllen und in den Kühlschrank stellen. Dort hält es sich etwa 2–3 Tage. Je nachdem wieviel Zucker du verwendet hast, eventuell auch länger.






















