Pfand bezahlt

Glühweintasse vom Weihnachtsmarkt mitnehmen: Ist das erlaubt?

Der Glühwein ist ausgetrunken, die Stimmung gut. Als Andenken an den schönen Weihnachtsmarktbesuch könnte man die Tasse mitnehmen, schließlich hat man dafür Pfand bezahlt. Doch ist das wirklich erlaubt?

Zwei Glühweintassen mit weihnachtlichem Motiv, dahinter eine Weihnachtsmarktszenerie
Glühweintassen sind wegen ihrer weihnachtlichen Motive sehr beliebt. Doch darf man sie einfach mit nach Hause nehmen? Foto: iStock / romrodinka
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Hand aufs Herz: Hast du auch eine Glühweintasse vom Weihnachtsmarkt in deinem Küchenregal stehen? Die einen nehmen die Tasse als Souvenir mit, die anderen haben schlichtweg keine Lust, sich an der Pfandrückgabe anzustellen.

Ein schlechtes Gewissen haben dabei die wenigsten: Schließlich hat man für die Tasse ein Pfand bezahlt. Doch bedeutet das, dass man die Tasse einfach mit nach Hause nehmen darf?

Pfand bezahlt: Gehört die Tasse jetzt mir?

Ganz so einfach ist es leider nicht. Wird ein Pfand vereinbart, muss die Tasse auch wieder zurückgegeben werden. Sie einfach mitzunehmen, gilt streng genommen als Unterschlagung, wie der SWR berichtet.

Um Diebstahl handelt es sich dabei übrigens nicht, weil der Standbetreiber die Tasse freiwillig abgegeben hat, als er den Glühwein verkauft hat. Trotzdem bleibt er ihr Eigentümer.

Lieber legal kaufen
Van Well Glühweinbecher aus Steingut, 0,2 l, 2er-Set
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Doppelwandiger Isolierglasbecher mit Löffel, Weihnachtsbaum
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Porzellan Weihnachts-Tassen, Elch, 0,35 l, 2er-Set
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Tasse mitgenommen: Droht mir jetzt eine Strafe?

Alle, die jetzt ein schlechtes Gewissen bekommen haben, dürfen aufatmen: Die meisten Standbetreiber tolerieren die Mitnahme der Tassen und stellen keinen Strafantrag gegen ihre Kund:innen. Oft gleicht das Pfand den Verlust durch nicht zurückgegebene Tassen aus.

Allerdings wehren sich einige Veranstalter gegen den Tassenschwund, indem sie den Pfandbetrag erhöhen. Verlangen die meisten Standbetreiber etwa 3 Euro Pfand für eine Tasse, sind es anderswo 5 Euro und mehr.

Wer sich beim nächsten Weihnachtsmarktbesuch also über die hohen Pfandbeträge wundert, weiß jetzt: Hier sind die Tassen knapp – bitte nicht mitnehmen!