Guter Hummus muss nicht teuer sein

Stiftung Warentest prüft Hummus: Discounter sind Preissieger – Bio enttäuscht!

Viele günstige Supermarkt-Hummus sind „gut“ – doch nicht alle Produkte im Test konnten überzeugen. Dabei fällt sogar ein teures Bio-Pulver mit der Note „Mangelhaft“ durch. Auf welche Marken du hingegen setzen kannst, erfährst du hier.

Fertig-Hummus aus dem Kühlregal
Bei den Produkten von Fertig-Hummus in Supermarkt und Discounter gibt es große qualitative Unterschiede. Foto: IMAGO / Wirestock
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Stiftung Warentest hat im Februar 2026 insgesamt 19 Hummus-Produkte unter die Lupe genommen. Getestet wurden gekühlte und ungekühlte Produkte sowie Pulver zum Anrühren. Begutachtet wurden Geschmack und Konsistenz, Schadstoffe, Nährwerte, mikrobiologische Qualität sowie Kennzeichnung und Verpackung.

Das erfreuliche Ergebnis: Viele günstige Supermarkt-Eigenmarken schneiden „gut“ ab, während einige Bio-Produkte enttäuschen. Ein Hummuspulver fällt sogar mit „mangelhaft“ durch. Dabei gab es vor allem deutliche Abweichungen in den Anteilen an enthaltenen Hauptzutaten wie Kichererbsen und Sesam sowie im Fettgehalt.

Die besten Hummus im Test – Sieger & Preis-Leistung

Zwei Hummus aus der Kühltheke gewinnen beim sensorischen Urteil und überzeugen vor allem bei Geschmack, Aussehen, Geruch sowie Konsistenz (Mundgefühl). Sie sind gut deklariert und haben im Vergleich zu den anderen Testprodukten die beste Schadstoff-Rate.

Die besten Testsieger mit der Gesamtnote „Gut“:

  • Penny Food for future Hummus Natur (0,99 € / 100g: 0,50 €)

  • Walter Popps Hummus Klassisch (2,29 € / 100g: 1,31 €)

Auch preiswert aus der Kühltheke: Beliebte Klassiker wie Edeka Gut & Günstig, Lidl Chef select, Kaufland Take it veggie, Aldi Nord Wonnemeyer und Rewe Ja! (je 0,99 €) landen mit „gut“ (2,2–2,5) ebenfalls auf den vorderen Plätzen!

Bester Bio-Hummus:

  • dmBio Hummus Natur (ungekühlt, 1,85 €)

Diese Produkte schneiden schlecht ab

Im Test zeigt sich: Bio ist nicht immer besser. Einige Bioprodukte wie Alnatura Hummus Natur und Bio-Verde Hummus Tahini schneiden nur „befriedigend“ ab (2,9 bzw. 3,5), zum Teil wegen zu hohem Fettgehalt.

Nachgewiesene Schadstoffe ausschlaggebend

Besonders kritisch bewertet wurde das Bio-Hummuspulver von Koro als echter Ausreißer: Es fällt mit „mangelhaft“ (5,0) durch aufgrund hoher Hygienemängel, nicht erfüllter Bio-Anforderungen sowie nachweisbaren Pestizidrückständen - insbesondere ein hoher Anteil an Chlorpyriphos, was als erbgut- und nervenschädigend gilt. Auch das „Suntat“-Produkt ist wegen Verunreinigungen und schlechter Nährwertkennzeichnung mit nur „ausreichend“ bewertet worden: Im Hummus aus der Dose wurde Bispherol A nachgewiesen - ein Stoff, der langfristig die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann.

Alle Ergebnisse im Detail gibt's bei Stiftung Warentest.

Darauf solltest du beim Kauf von Hummus achten

Beim Kauf von fertigem Hummus, ob gekühlt oder ungekühlt, solltest du vor allem auf die Zutatenliste achten. Generell gilt wie bei allen industriell hergestellten Produkten: Je kürzer die Zutatenliste, desto besser! Ein klassischer und hochwertiger Hummus besteht im Idealfall aus wenigen Zutaten: Kichererbsen, Sesampaste (Tahini), Sonnenblumenöl oder Olivenöl, Zitronensaft, Knoblauch sowie Salz. Weitere Zusätze wie Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker, Zucker oder Stabilisatoren sind bei guter Qualität meist in geringer Menge enthalten.

Hoher Kichererbsensanteil & hochwertige Öle

Dabei ist der Anteil an Kichererbsen (mindestens 40 %, oft sogar über 50 %), genauso ausschlaggebend wie die Qualität des Tahins und der Öle. Achte darauf, dass echtes Tahini (Sesampaste) und kein billiges Ersatzöl (wie Palmöl) verwendet wird. Olivenöl ist ein Pluspunkt, wird traditionell aber oft erst nach dem Pürieren zugegeben – das ist Geschmackssache.

Zusatzstoffe & Süßungsmittel

Vorsicht bei Hummus, der Zucker, Glukosesirup oder Fremdfette (z. B. Palmfett) enthält - das ist unnötig und für den authentischen Geschmack nicht nötig! Auch unnötige Aromen, Stabilisatoren oder Konservierungsstoffe sind ein Hinweis auf minderwertige Qualität.

Gute Nährwerte

Hummus punktet mit viel Protein und Ballaststoffen, aber vergleichsweise wenig gesättigten Fettsäuren. Ein Blick auf die Nährwert-Kennzeichnung lohnt sich also!

Darum ist Hummus so gesund!

Hummus ist nicht nur unglaublich lecker und vielseitig – er ist auch eine Bereicherung für eine ausgewogene und gesunde Ernährungsweise. Kichererbsen liefern hochwertiges pflanzliches Eiweiß, Ballaststoffe sowie wichtige Mineralstoffe wie Eisen, Zink und Magnesium. Dank Tahini (Sesampaste) enthält Hummus auch gesunde Fette, die entzündungshemmend und unterstützend für das Herz-Kreislauf-System sein können. Hummus ist vegan, sättigt lange und eignet sich perfekt für eine ausgewogene, rein pflanzliche Ernährung.

Fazit: Guter Hummus muss nicht teuer sein

Die Testergebnisse zeigen deutlich: Auch für kleines Geld bekommst du guten Fertig-Hummus – die Anteile an Nährstoffen, Fettgehalt sowie Schadstoffen unterscheiden sich je nach Zutaten und Zusammensetzung jedoch teils deutlich. Die Bio-Produkte schneiden dabei eher schlecht ab. Hummus-Pulver zum Anrühren solltest du außerdem meiden, wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest. Wer Wert auf geprüfte Qualität legt, greift zu einem der gewählten Testsieger vom Discounter Penny oder dem Markenhersteller Walter Popp.

Hummus selber machen lohnt sich

Alternativ lohnt sich das Hummus selber machen - denn so kannst du garantierten nur natürliche und hochwertige Produkte zu verarbeiten. Der cremige Dip schmeckt nicht nur super als klassischer Brotaufstrich oder Beilage zu Falafel und Fladenbrot, er ist auch ein toller Begleiter zu Ofen- und Grillgemüse sowie Fleisch. Um etwas mehr Abwechslung reinzubringen, kannst du den Klassiker mit Kräutern, Gemüse wie Bärlauch, Rote Bete oder Möhren oder feinen Aromen aufpeppen.