Frühlingsfieber

Spargelsaison 2026 – Wann beginnt die Spargelzeit?

Wir sind schon voller Vorfreude auf die Spargelsaison 2026! Wann das „weiße Gold“ dieses Jahr sprießt und wie viel das heimische Frühlingsgemüse voraussichtlich kostet, liest du hier.

Weiße Spargelstangen stehen nebeneinander in Gebinden auf einem Marktstand mit rot-weiß gestreiften Sonnenschirmen.
Wenn der Spargel geerntet wird, ist der Frühling da! Foto: LECKER @ Bauer Media Group / Canva / dmitrynaumov
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Wann beginnt die Spargelzeit und wann endet sie?

In der Regel beginnt die Spargelsaison in Deutschland ab Mitte April, wetterbedingt verlagert sich der Beginn allerdings von Jahr zu Jahr nach vorne oder auch nach hinten. Die Spargelzeit für Gemüse aus der Region endet traditionell am 24. Juni – je nach Witterung wird teilweise aber auch später noch frischer Spargel geerntet.

Wieso startet die Spargelsaison oft schon im März?

Nicht nur die fortschreitenden klimatischen Veränderungen – vor allem ein immer häufiger mild ausfallender Winter und allgemein steigende Temperaturen – begünstigen ein früher einsetzendes Spargelstechen in Deutschland.

Auch innovative Anbaumethoden ermöglichen es Landwirten, die heimische Spargelernte vorzuverlegen. Durch den Einsatz von Folientunneln und beheizbaren Böden kann das Wachstum beschleunigt werden, was zu einer früheren Spargelernte in Deutschland und dem Abverkauf des Gemüses führt.

Prognose für 2026: Ab wann gibt es Spargel?

Laut des Verbands Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer e.V. (VSSE) wird es voraussichtlich bereits ab dem 20. März 2026 Spargelstangen aus Deutschland geben.

Dass die Spargelzeit dieses Jahr so früh losgeht, begründet der VSSE mit den perfekten Wetterbedingungen. Der Herbst 2025 war ungewöhnlich trocken, der Winter eiskalt und der Temperaturumbruch zum März hin extrem. So konnte der heimische Spargel reichlich Kraft tanken und wird uns 2026 eine reiche Ernte bescheren.

Wie teuer ist Spargel in der Saison 2026?

Die Preise für deutschen Spargel variieren je nach Wetterlage, Erntemenge und Nachfrage. Erfahrungsgemäß sind die Preise zu Saisonbeginn Mitte März höher und fallen dann ab. Weil der Spargel dieses Jahr so früh dran ist und eine üppige Ernte erwartet wird, rechnen wir schon zu Ostern Anfang April günstigere Preise und ein großes Angebot.

Im letzten Jahr kostete heimischer Spargel je nach Qualität zwischen 8 und 14 Euro pro Kilo. In diesem Bereich wird sich der Spargel-Preis 2026 ebenfalls bewegen.

Warum ist der Spargel so teuer?

Dass der heimische Spargel trotz voraussichtlicher Super-Ernte 2026 immer noch so teuer ist, liegt vor allem an zwei Dingen:

Erstens hat die Zahl deutscher Spargelwirte generell abgenommen und die wenigen, die es noch gibt, bearbeiten immer kleinere Felder. Durch die geringere Anbaufläche kann nicht mehr so viel Spargel geerntet werden wie früher. Durch das noiedrige Angebot bei hoher Nachfrage steigen die Spargel-Preise.

Zudem liegt es an der Erhöhung des Mindestlohns Anfang 2026, dass der Spargel teurer wird. Erntehelfer erhalten jetzt mindestens 13,90 Euro pro Stunde statt wie vorher 8,50 Euro. Viele Kleinbetriebe können sich diese Kostenerhöhung nicht leisten und verkleinern daher weiter ihre Anbaufläche. Fair geernteter Spargel aus Deutschland hat eben seinen Preis.

Service-Tipps für die Spargelzeit
  • Verfügbarkeit von Spargel: Weißer Spargel ist in Deutschland am häufigsten zu finden und wird direkt aus dem Erdwall gestochen. Grüner Spargel, der oberirdisch wächst und durch die Sonneneinstrahlung seine Farbe erhält, hat tendenziell eine kürzere Saison.

  • Spargel kaufen: Kaufe Spargel möglichst frisch und direkt vom Erzeuger. Achte auf knackige Stangen und einen saftigen Schnitt.

  • Importierter Spargel aus EU oder Südamerika: Bereits ab Februar ist Importware aus anderen Ländern verfügbar, in denen das Klima auch in den Herbst- und Wintermonaten den Spargelanbau erlaubt, zum Beispiel Spanien, Griechenland oder Peru. Doch hier sollte man auf die Kennzeichnung und nachhaltige Anbaumethoden achten. Der VSSE plädiert daher: "Der Kauf von heimischem Spargel sichert nicht nur die Selbstversorgung im eigenen Land, sondern ist auch nachhaltig und fair. Die kurzen Transportwege sparen eine Menge Co2 ein."

Woran erkennt man guten und frischen Spargel?

Ein qualitativ hochwertiger Spargel hat geschlossene Spitzen und eine feste Struktur. Wenn du die Stangen leicht gegeneinander reibst, sollten sie ein quietschendes Geräusch von sich geben – das ist ein Anzeichen für sehr frisches Gemüse. Ein weiteres Merkmal, dass für Frische spricht, sind feuchte Schnittenden.

Praktische Küchenhelfer für die Spargelzeit

Gut geschälter Spargel erhöht den Genuss um ein Vielfaches. Mit dem richtigen Spargelschäler geht dir das Schälen viel leichter von der Hand. In einem speziellen Spargeltopf wird das edle Gemüse schonender und gleichmäßiger gegart.

Warum gibt es Spargel nur bis zum 24. Juni?

Der 24. Juni, der Johannistag, markiert in der Landwirtschaft traditionell das Ende der Spargelzeit. Das hat unter anderem volkstümliche Gründe, da im Volksglauben angenommen wird, dass dieser so genannte Lostag eine wichtige Bedeutung für das Wetter der kommenden Wochen und damit auch für Aussaat und Ernte hat.

Der Johannistag als Spargelzeit-Ende hat jedoch noch einen praktischen Hintergrund: Bis zum ersten Frost sind es noch mindestens 100 Tage. Die Pflanzen haben nach der Ernte also noch genügend Zeit, um sich zu regenerieren und Kraft für das nächste Jahr zu sammeln. So wird die Qualität des Spargels für die nächste Saison sichergestellt. Es ist also möglich, auch nach dem 24. Juni noch frischen Spargel zu stechen, allerdings könnte die Ernte im kommenden Jahr dann geringer ausfallen.

Das Saisonende wird auch „Spargelsilvester“ genannt – eine Bezeichnung, die liebevoll für den letzten Tag des Spargeljahres steht.